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09.12.2004 - Charlotte Faurie und Michel Raymond von der Université
de Montpellier II vertreten in ihrer neuesten Veröffentlichung die
These, dass Linkshänder, obwohl in allen menschlichen Gesellschaften
in der Minderheit, sich in der Evolution behauptet haben, weil mit der Linkshändigkeit
strategische Vorteile beim Kämpfen, insbesondere bei Zweikämpfen
verbunden sind. Der Vorteil ist größer, je weniger man einen
linkshändigen Gegner erwartet.
Die Forscher haben festgestellt, dass der Anteil an Linkshändern von
ca. 3 Prozent in eher friedliebenden Kulturen bis hin zu 27 Prozent in kriegerischen
Kulturen betrug. Zu diesen Ergebnissen kommen Faurie und Raymond nach der
Auswertung von Feldstudien und Literatur über mehrere Kulturen, darunter
die der Dioula in Burkina Faso, der Inuit in Kanada und Alaska und der Yanomamö
in Venezuela. Es wurde jeweils der Anteil der Linkhänder mit der Zahl
der verübten Morde verglichen.
Es wird nicht ausgeschlossen, dass Linkshändigkeit auch noch weitere Vorteile mit sich brachte.
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