
zurück zu Informationen
London/Montpellier (
pte.at, 13.
Feb 2004 16:39) - Die Steinzeitjäger, die vor 30.000 bis 10.000 Jahren
in Europa gelebt haben, waren zum Großteil Linkshänder. Zu diesem
Schluss kommen französische Forscher, die Handabdrücke von Malereien
in steinzeitlichen Höhlen untersucht haben. Gründe für den
Vorzug der linken Hand liegen vor allem im Vorteil beim Kämpfen, berichten
die Forscher im Fachjournal Biology Letters.
Charlotte Faurie und Michel Raymond von der Universität von Montpellier
http://www.univ-montp2.fr haben
insgesamt 507 Handabdrücke von 26 Höhlen in Frankreich und Spanien
untersucht. Nur 23 Prozent der Handabdrücke waren nach Angaben der
Forscher von Rechtshändern. Die Abdrücke der Hände sind beim
Bemalen der Höhlen eher zufällig entstanden, berichten die Forscher.
Meist dann, wenn sich die Maler mit einer Hand gegen die Wände abstützten.
Die Forscher wollen nun herausfinden, warum ein so hoher Prozentsatz der
Steinzeitmaler linkshändig war. Die Wissenschaft geht heute davon aus,
dass die Tendenz zur Rechts- oder Linkshändigkeit ein genetisches Erbmerkmal
ist. Die französischer Forscher wollen herausfinden, wie dieses Erbmerkmal
sich konstant über einen Zeitraum von 30.000 Jahren halten konnte.
Heute sind durchschnittlich 12 Prozent der Bevölkerung Linkshänder. Allerdings gibt es Populationen, in denen die Bandbreite der Linkshänder zwischen drei und 30 Prozent schwankt. Die Forscher glauben, dass der Unterschied zwischen Rechts- und Linkshändern seine Gründe in der Evolution hat und unabhängig von der Kultur ist.
weitere Dokumente zu diesem Thema im Internet:
© 2004-2012 socialnet GmbH | Impressum